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Human Centric Lighting als SOVT Campus Prinzip

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Gesundes Licht schafft Wohlbefinden

Licht beeinflusst wesentlich das Wohlbefinden der Menschen, prägt seinen Tag-Nacht-Rhythmus, wirkt sich auf Aktivität und Konzentrationsvermögen aus – dies ist gemeinhin bekannt. Noch vergleichsweise jung hingegen sind Forschungen und Entwicklungen, die sich diese gesundheitsfördernde Wirkung des Lichts zunutze machen. „Human Centric Lighting“ ist der Oberbegriff für eines der vielversprechendsten Prinzipien der Lichtwelt.

Der Mensch, seine Gesundheit und der Einfluss von künstlicher Beleuchtung auf das Wohlbefinden werden dabei in den Mittelpunkt gerückt. Die spektrale Zusammensetzung des Kunstlichtes sowie die Intensität der Beleuchtung orientieren sich am natürlichen Tageslichtverlauf und bilden ihn weitestgehend nach. Diese Parameter entscheiden maßgeblich, ob das Licht auf den menschlichen Organismus aktivierend oder entspannend wirkt. 

Das circadiane System

Im Laufe der Evolution hat sich – unter dem Einfluss der natürlichen Abfolge von Tag und Nacht – das circadiane System entwickelt. Tageslicht hat einen entscheidenden Einfluss auf physiologische und psychologische Parameter. So sind im menschlichen Auge neben Stäbchen und Zapfen, die für das Hell-/Dunkel- und Farbsehen verantwortlich sind, weitere sogenannte non-visuelle Fotorezeptoren gefunden worden, die für die Beeinflussung des menschlichen circadianen Rhythmus verantwortlich sind. Die Rezeptoren haben ihre höchste Sensitivität in einem Wellenlängenbereich um ca. 450 nm. In modernen Gesellschaften jedoch entzieht sich der Mensch den natürlichen Abläufen: Immer mehr Zeit verbringen wir in geschlossenen Räumen unter Kunstlicht, viele machen auch beruflich „die Nacht zum Tag“, ohne Rücksichtnahme auf den Rhythmus des circadianen Systems.

Ein augenfälliges Symptom ist verkürzter oder beeinträchtigter Schlaf. Licht mit erhöhtem Blauanteil unterdrückt die am Abend einsetzende Ausschüttung des schlaffördernden Hormons Melatonin. Licht mit hohen Rot-Anteilen hingegen unterstützt die Ausschüttung von Melatonin und trägt damit zur Entspannung bei.

Human Centric Lighting: Wohlbefinden fördern

Genau hier setzt Human Centric Lighting an – mit dem Ziel, den circadianen Rhythmus des Menschen zu unterstützen. Verantwortlich dafür ist der menschliche Hormonhaushalt, insbesondere das für das Wach- und Schlafverhalten verantwortliche Melatonin. Um dessen Ausschüttung zu steigern, sorgen intelligente Beleuchtungssysteme in Abhängigkeit von der Tageszeit für unterschiedliche Lichtspektren mit unterschiedlichen Intensitäten. Dabei gilt: Lichtquellen warmer Lichtfarbe, also mit niedriger Farbtemperatur, haben einen geringeren circadianen Aktivierungsfaktor. Je höher der Blauanteil im Spektrum der Lichtquelle ist, umso höher ist auch der circadiane Aktivierungsfaktor und die Anregung der "Blaurezeptoren", welche für die Steuerung der biologischen Funktionen verantwortlich sind. Passt sich das Kunstlicht über die Steuerung der Farbtemperaturen und Intensität dem natürlichen menschlichen Biorhythmus an, sind positive Effekte erzielbar.


Wirkungsweise vielfach nachgewiesen

Verschiedene wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich mit derart gesteuerten Beleuchtungssystemen nachhaltige Wirkungen erzielen lassen: So ließen sich Fehlerquoten von Schülern um mehr als 30 Prozent reduzieren. An Arbeitsplätzen erhöhte sich die Produktivität der Mitarbeiter teils um 20 Prozent, zusätzlich zu einer höheren Motivation der Beschäftigten.